UNTERSTÜTZUNG FÜR
PFLEGENDE ANGEHÖRIGE

 

Alles für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Stressmanagement in der Pflege – Tipps und Strategien für pflegende Angehörige


Die Pflege von Angehörigen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die sowohl körperlich als auch emotional herausfordernd ist. Pflegende Angehörige stehen häufig vor großen Herausforderungen, die auch ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden beeinträchtigen können. In diesem Newsletter möchten wir Ihnen bewährte Tipps und Techniken zum Stressmanagement vorstellen, um diese anspruchsvolle Aufgabe besser bewältigen und das eigene Wohlbefinden erhalten zu können.
 
Pflegende Angehörige übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben, die von der emotionalen Unterstützung bis zur medizinischen Betreuung reichen. Sie übernehmen eine große Verantwortung, die zu körperlicher Erschöpfung, emotionaler Belastung, sogar zu sozialer Isolation führen kann. Hinzu kommt häufig ein unerwarteter Rollenwechsel, der sowohl für die Pflegeperson als auch für den Pflegebedürftigen eine Belastung ist.
 
Selbstfürsorge ist keine Luxusoption, sondern eine Notwendigkeit. Sie sollten sich regelmäßig Zeit für sich selbst nehmen, auftanken und ihre eigene Gesundheit pflegen.
 

Tipps und Strategien zu Ihrer Entlastung 


Besser schlafen
Achten Sie auf ausreichenden Schlaf. Bei pflegenden Angehörigen sind Schlafstörungen, bedingt durch physische und psychische Belastungen, keine Seltenheit. Dabei gehört guter Schlaf zu den wichtigsten Voraussetzungen, damit Körper und Seele sich erholen können. Gerade für pflegende Angehörige ist guter und ausreichender Schlaf besonders wichtig, um nicht selbst krank zu werden. Um sich zu erholen oder eine Auszeit zu nehmen, können Sie Ihren Angehörigen auch in der teilstationären Tages- oder Nachtpflege sowie durch Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege versorgen lassen.
 

Selbstpflege 
[ Schaffen Sie sich Freiräume und nutzen Sie Freistellungsmöglichkeiten oder organisieren sich Vertretungen, um sich Pausen zu gönnen.
[ Praktizieren Sie regelmäßige Entspannungsübungen und finden Sie kurze Auszeiten im Alltag.
[ Austausch und Unterstützung: Reden hilft – tauschen Sie sich mit Familie, Freunden und in Selbsthilfegruppen aus.

Miteinander reden 
Miteinander zu kommunizieren – mit oder ohne Worte – ist eine wichtige Grundlage für jede Art von Beziehung. Pflegen kann sehr anspruchsvoll sein, doch sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihr Gegenüber zu verstehen. Niemand braucht einen unnötigen Streit, der durch ein offenes Gespräch und aktives Zuhören vermieden werden kann. 

Mit den Augen des Anderen sehen 
Ein Rollenwechsel – den Pflegealltag einmal mit den Augen des pflegenden Angehörigen oder der gepflegten Person zu sehen – kann helfen, seine Bedürfnisse besser zu verstehen. Gegenseitiger Respekt ergibt sich aus dem Verstehen der anderen Position und durch das Zeigen der eigenen Gefühle.

Krisensituationen entschärfen 
Es kann immer zu gefühlsgeladenen Situationen kommen. So können Sie in einer zugespitzten Situation Abstand gewinnen:
[ Verlassen Sie für ein paar Minuten das Zimmer. 
[ Atmen Sie mehrmals und bewusst tief ein und aus. 
[ Zählen Sie ganz langsam und laut rückwärts von zehn bis null. 
[ Trinken Sie ein Glas Wasser oder machen Sie sich einen Tee. 
[ Sagen Sie laut zu sich selbst einen beruhigenden Satz. 
[ Benennen Sie laut oder in Gedanken fünf Dinge, die Sie gerade in Ihrem Blickfeld haben. 
[ Benennen Sie fünf Geräusche, die Sie gerade hören. 
[ Benennen Sie fünf Empfindungen Ihres Körpers, die Sie gerade spüren (nicht Gefühle).

Selbsthilfegruppen 
Es ist in Pflegesituationen sinnvoll, sich mit anderen pflegenden Angehörigen in Gesprächskreisen und Selbsthilfegruppen auszutauschen. Hier findet man emotionale und sachliche Unterstützung und pflegt soziale Kontakte.

Praktische Tipps zur Alltagsorganisation 
[  Erstellen Sie tägliche oder wöchentliche To-Do-Listen, um den Überblick über anstehende Aufgaben zu behalten. Priorisieren Sie diese nach Dringlichkeit und Wichtigkeit.
[  Nutzen Sie Kalender und Planer, um Termine und wichtige Ereignisse zu notieren. All das hilft, den Pflegealltag besser zu strukturieren und sicherzustellen, dass keine Termine übersehen werden.
[  Es gibt zahlreiche Apps und digitale Tools, die bei der Organisation und Verwaltung von Pflegeaufgaben unterstützen. Nutzen Sie diese Technologien, um Ihren Alltag zu erleichtern.

Die Pflege von Angehörigen ist eine herausfordernde, aber auch lohnende Aufgabe. Mit den richtigen Strategien und familiärer sowie professioneller Unterstützung können Sie den Pflegealltag besser bewältigen und gleichzeitig Ihr eigenes Wohlbefinden erhalten. Denken Sie daran, dass Selbstfürsorge kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist. Nutzen Sie die verfügbaren Ressourcen und scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen.

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Hilfe in der ambulanten Pflege


Die Pflege von Angehörigen ist eine anspruchsvolle und häufig auch belastende Aufgabe. Um pflegende Angehörige zu unterstützen, gibt es eine Vielzahl von entlastenden Hilfen und Dienstleistungen im Bereich der ambulanten Pflege. In diesem Newsletter möchten wir Ihnen verschiedene Pflegedienstleister und Angebote vorstellen, die Ihnen helfen können, den Pflegealltag besser zu bewältigen und das Wohlbefinden sowohl der Pflegebedürftigen als auch der Pflegenden zu verbessern.

Was bedeutet Pflegebedürftigkeit?
Pflegebedürftig sind Personen, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen in ihrer Selbstständigkeit oder ihren Fähigkeiten eingeschränkt sind und Hilfe von anderen benötigen. Dies kann durch körperliche, kognitive oder psychische Einschränkungen bedingt sein, die für mindestens sechs Monate bestehen.
 

Überblick über entlastende Hilfen in der ambulanten Pflege


Ambulanter Pflegedienst
Pflegebedürftige werden im eigenen Haushalt oder im Haushalt von Angehörigen durch professionelle Pflegekräfte gepflegt und hauswirtschaftlich versorgt; beispielsweise beim Waschen, bei den Mahlzeiten, beim Ankleiden, bei der Haushaltsreinigung und beim Einkaufen. Pflegekräfte übernehmen auch die häusliche Krankenpflege wie Medikamentengabe, Verbandswechsel oder Injektionen.

Essen auf Rädern
Fertige Mahlzeiten werden tiefgefroren oder frisch zubereitet in die Wohnung der Pflegebedürftigen geliefert. Essen auf Rädern wird von sozialen Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden, Hilfsorganisationen und Privatunternehmen angeboten. Der Dienst ist auf die Bedürfnisse älterer oder hilfsbedürftiger Menschen zugeschnitten, die ihr Essen nicht mehr alleine zubereiten können oder wollen. Dies entlastet pflegende Angehörige erheblich, da sie sich keine Sorgen um die Verpflegung machen müssen.

Hausnotruf
Ein Hausnotrufsystem ermöglicht es pflegebedürftigen Personen, im Notfall schnell Hilfe zu rufen. Über einen Knopf wird ein Rufhilfe-Betreiber kontaktiert, der sofort Maßnahmen einleitet.
 

Eine Bezuschussung durch die Pflegekasse ist möglich: Für die Anschlussgebühren kommt die Pflegekasse mit einer Pauschale von 10,49 Euro auf. Die Nutzungsgebühren werden mit 25,50 Euro im Monat bezuschusst. Per Freisprecheinrichtung werden Art und Schwere des Notfalles geklärt und Maßnahmen besprochen.


Nach Lage werden Angehörige oder Nachbarn informiert. Ist keine Vertrauensperson erreichbar, wird zumeist ein Bereitschaftsdienst gerufen. In einer akuten Notsituation werden Pflegedienste oder Hausärzte und Hausärztinnen benachrichtigt oder der Rettungsdienst alarmiert.

Alltags- und Einkaufshilfen
Einkaufs- und Lieferdienste übernehmen den Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten und liefern diese direkt nach Hause. Alltagshelfer unterstützen bei leichten Pflegetätigkeiten und der Haushaltsführung.

Nachbarschaftshilfe
Nachbarschaftshilfe wird häufig ehrenamtlich von sozialen oder kirchlichen Einrichtungen angeboten. Nachbarschaftshelfer und -helferinnen unterstützen im Alltag, übernehmen leichte Haushaltstätigkeiten, Besorgungen und die gesellschaftliche Betreuung der Pflegebedürftigen.

Betreuung durch Einzelpflegekräfte
Die 24-Stunden-Betreuung ist eine Sonderform der häuslichen Pflege, um Pflegebedürftige im häuslichen Bereich „rund um die Uhr“ zu versorgen. Häufig erfolgt die 24-Stunden-Betreuung durch ausländische Pflegekräfte. Die Pflegeperson wohnt mit im Haushalt und übernimmt die Grundpflege, führt den Haushalt und unterstützt die Pflegebedürftigen in ihrem Alltag. Die Pflegeperson kann auch in ihrem Heimatland angestellt und nach Deutschland entsendet worden sein. Die komplette Abwicklung und Kommunikation läuft dann über eine deutsche Vermittlungsagentur. 

Sie können auch Pflegekräfte für die 24-Stunden-Betreuung einstellen und als Arbeitgeber mit allen Rechten und Pflichten auftreten. Eine Anlaufstelle für die direkte Anstellung von Betreuungskräften für pflegebedürftige Angehörige ist die Agentur für Arbeit (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung, ZAV). Für die 24-Stunden-Betreuung können Sie Pflegegeld und die kombinierten Leistungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege einsetzen.

Verhinderungspflege
Wenn die private Pflegeperson durch Krankheit oder Urlaub verhindert ist, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten für eine Ersatzpflege bis zu sechs Wochen und bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr. Die Verhinderungspflege im häuslichen Bereich kann im Ganzen oder für einzelne Betreuungstage genutzt werden. Voraussetzung ist eine vorherige Pflegedauer von mindestens sechs Monaten.

Tages- und Nachtpflege
Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen bieten Pflege und Betreuung zu festgelegten Zeiten. Pflegebedürftige verbringen den Tag oder die Nacht in einer Pflegeeinrichtung und kehren anschließend in ihre häusliche Umgebung zurück. Diese Form der Pflege entlastet Angehörige und ermöglicht ihnen, Beruf und Pflege besser zu vereinbaren.

Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege wird in Pflegeeinrichtungen angeboten und dient dazu, pflegebedürftige Personen vorübergehend stationär zu betreuen, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder während einer Krisensituation. Diese Leistung kann auch als Entlastung für pflegende Angehörige genutzt werden.

Finanzielle Unterstützung
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen haben Anspruch auf verschiedene finanzielle Unterstützungsleistungen, die je nach Pflegegrad unterschiedlich hoch sind.

Hierzu zählen:
[ Pflegegeld: Direkte finanzielle Unterstützung für pflegebedürftige Personen, die zu Hause gepflegt werden.
[ Pflegesachleistungen: Übernahme der Kosten für professionelle Pflegedienste.
[ Entlastungsbetrag: Monatlicher Betrag zur Unterstützung im Alltag.
[ Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: Sowohl für die Kurzzeitpflege als auch für die Verhinderungspflege gibt es pro Jahr finanzielle Unterstützungsleistungen. 
[ Tages – und Nachpflege: Zusätzlich zu den Pflegesachleistungen kann auch für die Tages- und Nachtpflege finanzielle Unterstützung von der Pflegekasse bezogen werden.
[ Wohnungsanpassung: Einmalige finanzielle Unterstützung für notwendige Anpassungen im Wohnumfeld der Pflegebedürftigen.
[ Pflegehilfsmittel: Monatlicher Betrag für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, wie Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel.
 

Praktische Tipps zur Nutzung der entlastenden Hilfen


Frühzeitig planen
Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung und Organisation der Pflege. So können Sie sicherstellen, dass alle notwendigen Hilfen rechtzeitig zur Verfügung stehen und der Pflegealltag reibungslos verläuft.

Netzwerke nutzen
Nutzen Sie Netzwerke und Selbsthilfegruppen, um sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen und Unterstützung zu finden. Gemeinsame Erfahrungen und Tipps können sehr hilfreich sein.

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So unterstützen wir Sie

[ Wir beraten Sie ausführlich zu allen Fragen rund um die Pflege Ihres Angehörigen
[ Wir erarbeiten für Sie und Ihren Angehörigen individuelle Pflegelösungen
[ Wir beraten Sie zu finanziellen und rechtlichen Aspekten, wie z.B. Einstufungsverfahren, Leistungen der Pflegekasse, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung und Elternunterhalt
[ Wir unterstützen Sie bei der Planung, Kalkulation und Umsetzung von Pflege- und Betreuungslösungen
[ Wir unterstützen Sie bundesweit bei der Suche und Auswahl von Pflegedienstleistern, Heimen, Betreuungspersonen und Hilfsdiensten
[ Wir helfen Ihnen bei der Auswahl und Beantragung von Hilfsmitteln sowie bei der Anpassung des Wohnumfeldes
[ Wir beraten Sie zum Umgang mit pflegebedürftigen, eventuell dementen Angehörigen sowie zu Entlastungsmöglichkeiten bei Überforderung in der Pflege
[ Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat bei allen Fragen zur Seite

Beruf und Pflegezeit – mehr Zeit und Flexibilität für die Pflege eines Angehörigen


Mit der Pflegezeitgesetzgebung soll Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die häusliche Pflege ihrer nahen Angehörigen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ermöglicht werden. Wir stellen Ihnen die Bausteine des Pflegezeitgesetzes sowie die Rahmenbedingungen vor:
 

Wer kann die Pflegezeit und Familienpflegezeit in Anspruch nehmen? (§ 7 PflegeZG) 


Der Rechtsanspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit gilt für die Pflege naher Angehöriger. Dazu gehören: Großeltern, Eltern, Schwiegereltern, Stiefeltern, Ehegatten sowie Lebenspartner und Partner in einer eheähnlichen und lebenspartnerähnlichen Gemeinschaft, Geschwister, Schwägerinnen und Schwager, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Pflegenden oder des Ehegatten oder Lebenspartners sowie Schwieger- und Enkelkinder. 
 

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung  (§ 2 PflegeZG) 


Sofern Sie für pflegebedürftige nahe Angehörige in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege organisieren oder eine pflegerische Versorgung sicherstellen müssen, können Sie sich im Rahmen der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung bis zu zehn Arbeitstage je Kalender freistellen lassen. Informieren Sie unverzüglich, spätestens vor Arbeitsbeginn, Ihren Arbeitgeber. 

Die Pflegekasse des Pflegebedürftigen zahlt als Lohnersatzleistung ein Pflegeunterstützungsgeld in Höhe von 90 bis 100 Prozent des wegfallenden Nettoverdienstes. Die Sozialversicherung bleibt bestehen. Für den Zeitraum der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung stehen Sie unter Kündigungsschutz. 
 

Pflegezeit (§ 3 PflegeZG) 


Sofern Sie Ihre nahen pflegebedürftigen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen möchten, können Sie sich bis zu sechs Monate unbezahlt ganz oder teilweise von der Arbeit für die häusliche Pflege freistellen lassen. Dieser Zeitraum gilt auch, wenn Sie sich für die Betreuung von pflegebedürftigen minderjährigen Angehörigen in häuslicher oder außerhäuslicher Umgebung ganz oder teilweise freistellen lassen möchten. Eine Ankündigungsfrist von zehn Tagen ist nötig. Während der Pflegezeit stehen Sie ab dem Zeitpunkt der Ankündigung (höchstens jedoch zwölf Wochen vor Beginn) unter Kündigungsschutz. Sie haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Zinsloses Darlehen während der Pflegezeit
Wenn Sie sich für eine Freistellung im Rahmen der Pflegezeit entscheiden, kann der Verdienstausfall mit einem zinslosen Darlehen vom Staat abgefedert werden. Dieses Darlehen können Sie beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragen: Es wird monatlich ausgezahlt und deckt maximal die Hälfte des entfallenen Nettoeinkommens ab. Nach Ablauf der vereinbarten Pflegezeit zahlen Sie das Darlehen in Raten zurück. In Härtefällen kann das Darlehen gestundet oder ganz oder teilweise erlassen werden.
 

Begleitung in der letzten Lebensphase 
Wenn Sie Ihren pflegebedürftigen nahen Angehörigen auf seinem letzten Weg begleiten möchten, können Sie sich für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten ganz oder teilweise freistellen lassen. Die Begleitung muss dann nicht ausschließlich in häuslicher Umgebung erfolgen; Sie können Ihren Angehörigen auch in Einrichtungen mit palliativmedizinischer Versorgung, zum Beispiel in einem Hospiz begleiten. Auch hier gilt die Ankündigungsfrist von zehn Tagen, und Sie stehen unter Kündigungsschutz.

Versicherung während der Pflegezeit (bei voller Freistellung) 

Kranken- und Pflegeversicherung 
Besteht ein Anspruch auf Familienversicherung aus der Versicherung Ihres Ehegatten oder Ihrer Ehegattin, sind Sie weiterhin kostenlos abgesichert. Wenn keine Familienversicherung möglich ist, müssen Sie sich freiwillig weiter versichern lassen. In der Regel wird hier der Mindestbetrag angesetzt. Mit der Krankenversicherung ist automatisch auch die Pflegeversicherung gewährleistet. Auf Antrag erstattet die Pflegekasse den Beitrag für die Kranken- und Pflegeversicherung bis zur Höhe des Mindestbeitrags. Sind Pflegebedürftige privat pflegeversichert, gelten diese Regelungen entsprechend. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Krankenkasse. 

Arbeitslosenversicherung 
Bestand unmittelbar vor Beginn der Pflegezeit die Arbeitslosenversicherungspflicht oder bestand Anspruch auf eine Entgeltersatzleistung nach SGB III übernimmt die Pflegekasse von pflegebedürftigen Angehörigen in der Pflegezeit auch diese Beiträge. Voraussetzung ist, dass Angehörige mit Pflegegrad 2 bis 5 mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, gepflegt werden. 

Rentenversicherung 
Die Pflegekasse überweist der Rentenversicherung Beiträge für die geleistete Pflege von Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5, wenn Sie einen nahen Angehörigen mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche pflegen. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Pflegegrad des Pflegebedürftigen sowie den bezogenen Leistungen durch die Pflegekasse. 

Unfallversicherung 
Sie sind gesetzlich unfallversichert, wenn Sie einen nahen Angehörigen mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche pflegen. Sie sind in diesem Rahmen während der Pflegetätigkeiten und bei allen Tätigkeiten und Wegen, die mit der Pflege zusammenhängen, gegen Unfallfolgen abgesichert. 

Beantragung
Um die Pflegezeit in Anspruch zu nehmen, müssen Sie: 
[
Eine Bescheinigung der Pflegekasse über den Pflegegrad von pflegebedürftigen Angehörigen vorlegen. 
[ Zehn Tage vor Beginn der Pflegezeit Ihrem Arbeitgeber Dauer und Umfang schriftlich ankündigen. 
[ Bei einer teilweisen Freistellung eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber treffen.
 

Familienpflegezeit (FPfZG) 


Wenn Sie einen pflegebedürftigen nahen Angehörige in häuslicher Umgebung beziehungsweise einen minderjährigen nahen Angehörigen in häuslicher oder außerhäuslicher Umgebung pflegen möchten, können Sie Ihre Arbeitszeit für maximal 24 Monate auf bis zu 15 Wochenstunden reduzieren. Die Pflege- und Familienpflegezeit können kombiniert werden, sie dürfen zusammen jedoch die Höchstanspruchsdauer von 24 Monaten nicht überschreiten. Dabei muss sich die Familienpflegezeit ohne Unterbrechung an die Pflegezeit anschließen. Eine Ankündigungsfrist von acht Wochen ist nötig. Während der Familienpflegezeit stehen Sie ab dem Zeitpunkt der Ankündigung (höchstens jedoch zwölf Wochen vor Beginn) unter Kündigungsschutz. 
Diese Regelung wird schriftlich mit dem Arbeitgeber vereinbart. Wenn Sie sich für eine Freistellung im Rahmen der Familienpflegezeit entscheiden, kann der Verdienstausfall ebenfalls wie bei der Pflegezeit mit einem zinslosen Darlehen vom Staat abgefedert werden. 

Versicherung während der Familienpflegezeit (bei teilweiser Freistellung)

Sozial- und Unfallversicherung 
Beschäftigte in Familienpflegezeit sind weiterhin versicherungspflichtig und damit gesetzlich sozialversichert. Arbeitgeber zahlen die Beiträge zur Rentenversicherung auf Basis des reduzierten Arbeitsentgelts weiter. Zusätzlich überweist die Pflegekasse der Rentenversicherung Beiträge für die geleistete Pflege, wenn Sie Ihre nahen Angehörigen mindestens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche pflegen und keine Erwerbstätigkeit von mehr als 30 Wochenstunden ausgeübt wird.

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Wenn die eigenen Eltern alt werden – Umgang mit hilfsbedürftigen Eltern


Wann und wie stelle ich rechtzeitig die Weichen?

Gedächtnislücken, ein vergessener Hausschlüssel, ein überquellender Briefkasten. Es passiert schleichend und doch kommt der Tag: Die eigenen Eltern sind alt geworden.

[ Wann werden sie Hilfe brauchen?
[ Will ich sie pflegen?
[ Kann ich sie pflegen?
[ Wie kann ich ihre Wünsche respektieren?

Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Erwartungen, Ansprüchen und individuellen Grenzen. Keine leichte Situation! Wir haben Ihnen einige Tipps zum Umgang mit hilfsbedürftigen Eltern zusammen gestellt. Wenn Sie dazu Fragen haben, freuen wir uns auf Ihren Anruf.

Wie gehe ich respektvoll mit meinen Eltern um?

Viele Eltern wollen in den eigenen vier Wänden alt werden. Sie haben Angst vor Veränderung. Der Wechsel in ein Pflegeheim ist für sie eine Bedrohung. Respektieren Sie diese Bedürfnisse. Pflegebedürftige fühlen sich oft unwohl in ihrem Körper, der nicht mehr so leistungsfähig ist wie früher. Unterstützen Sie Ihre Eltern und vertrauen Sie Ihnen alltäglichen Aufgaben an, die ihren Fähigkeiten entsprechen. Sie stärken ihr Selbstwertgefühl und die Struktur im Alltag gibt den Eltern das Gefühl, gebraucht zu werden und hält sie flexibel.​​​​​​

Wie erreiche ich gemeinsame Lösungen?

Tatsächliche Hilflosigkeit kommt oft als schleichender Prozess. Doch das gibt Ihnen Zeit für die Planung: Vorausgesetzt, Sie erkennen den Pflegebedarf. Stellen Sie sich bei den ersten Anzeichen dem Thema. Sprechen Sie mit Ihrer Familie. Gemeinsame Lösungen für die Pflege zu finden, benötigen Zeit und Einfühlungsvermögen. Tasten Sie sich behutsam an das Thema heran und respektieren Sie die Empfindungen und Gefühle.

Hypothetische Fragen erleichtern den Einstieg:
„Solltest du jemals auf Hilfe angewiesen sein, wie würdest du sie dir wünschen?“
Formulieren Sie auch die eigene Sorgen und Wünsche als „Ich-Botschaft“:
„Ich mache mir Sorgen, weil ...“. Das macht Ihren Standpunkt verständlich.
​​​​​Vermeiden Sie Verallgemeinerungen und Vorwürfe.
Gemeinsame Lösungen benötigen eine gute Diskussionsgrundlage.

Welche Art der Pflege ist angemessen?

Eine Pflege zieht sich oft über Jahre hin. Wichtig ist, dass alle Angehörigen an einem Strang ziehen. Für viele Pflegebedürftige ist es wichtig, dass sie Zeit für Gespräche mit den Angehörigen haben und Hilfe von außen bei den alltäglichen Dingen im Haushalt zum Tragen kommt. Auch scheuen sich viele Pflegebedürftige aus Scham davor, bei der Körperpflege Hilfe ihrer Kinder anzunehmen. Lösungen über die Pflege berühren sehr zentrale Bereiche des würdevollen Umgangs miteinander.

Besprechen den Pflegebedarf und die verschiedenen Möglichkeiten:
​​​​​​[ Können Ihre Eltern noch alleine leben?
[ Wobei benötigen sie Unterstützung?
[ Wie können die Aufgaben innerhalb der Familie verteilt werden?

Halten Sie diese Entscheidungen schriftlich fest. Entscheiden Sie sich für eine Pflege durch Angehörige, legen Sie die verschiedenen Aufgaben in einem Wochenplan fest. Entscheiden Sie sich für Pflege von außen, vergleichen Sie die Angebote und lassen Sie sich beraten.

Welche finanzielle Belastung bringt die Pflege mit sich?

Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird entstehen häufig sehr hohe Kosten. Die staatlichen Leistungen der Pflegekassen sind umfangreich und hilfreich, doch sie hängen von der Art und dem Umfang der Pflegebedürftigkeit ab. Daher ist davon auszugehen, dass die eigenen finanziellen Mittel des Pflegebedürftigen eingesetzt werden müssen: Einkommen, Rente, Grundsicherung und Vermögen. Reichen diese Mittel nicht oder nicht mehr aus, springt das Sozialamt an. Denkbar ist aber auch, dass Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen zu den Kosten herangezogen werden.​​​​​​​

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Pflege zu Hause oder im Heim – die richtige Entscheidung treffen


Die Entscheidung für die richtige Pflegeform für sich selbst oder für nahestehende Angehörige ist eine der wichtigsten und oft auch eine der schwierigsten Entscheidungen, die im Laufe des Lebens getroffen werden müssen. Die Wahl zwischen häuslicher Pflege und der Unterbringung in einem Pflegeheim hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Gesundheitszustands, der persönlichen Präferenzen und der finanziellen Möglichkeiten. In diesem Newsletter möchten wir Ihnen Einblicke und Hilfestellungen geben, um diese Entscheidung leichter zu machen.

Pflege zu Hause


Die Pflege zu Hause ermöglicht es den Betroffenen, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Dies kann insbesondere für Menschen mit Demenz oder anderen kognitiven Einschränkungen von Vorteil sein, da Veränderungen der Umgebung zu Verwirrung und Stress führen können. Zu den weiteren Vorteilen zählen:
[ Persönliche Freiheit und Flexibilität
[ Individuelle, auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Pflege
[ Erhalt der Nähe zu Familie und Freunden

Allerdings erfordert die Pflege zu Hause oft erhebliche Anpassungen des Wohnraums und kann eine große Belastung für pflegende Angehörige darstellen. Zudem muss externe professionelle Hilfe organisiert und finanziert werden, falls erforderlich.
 

Pflege im Heim


Ein Umzug in ein Pflegeheim bietet eine professionelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung und ist besonders für Personen geeignet, die intensivere Pflege und medizinische Überwachung benötigen. Vorteile der Pflege in einem Heim umfassen:
[ Professionelle Pflege und Betreuung
[ Gesellschaft anderer Bewohner und soziale Aktivitäten
[ Sicherheit und medizinische Überwachung

Die Entscheidung für ein Pflegeheim kann jedoch emotional herausfordernd sein und wird oft als Verlust von Unabhängigkeit wahrgenommen. Zudem variieren die Kosten und die Qualität der Pflegeheime erheblich.

Die beste Form der Betreuung finden

Um zu entscheiden, wo sich ein Angehöriger am wohlsten fühlt und am besten versorgt wird, sollten verschiedene Aspekte betrachtet werden:

Persönliche Präferenzen: Wo fühlt sich mein Angehöriger am wohlsten?

Gesundheitszustand: Ist aufgrund des Gesundheitszustands eine Versorgung im häuslichen Umfeld überhaupt möglich? Wo kann am besten für ihn gesorgt werden

Wohnsituation: Kann die Wohnung pflegegerecht umgebaut werden? Gibt es eine seniorengerechte Infrastruktur in der Umgebung? Kann der Pflegebedürftige zu einem Familienmitglied ziehen?

Pflegeaufwand: Ist jemand aus der Familie in der Lage, die Pflege zu übernehmen, oder gibt es Ersatzpflegepersonen, falls die Hauptpflegeperson ausfällt?

Unterstützungsnetzwerk: Können Familie, Freunde oder Nachbarn Unterstützung leisten


Argumente fürs Pflegeheim

In manchen Situationen kann ein Pflegeheim die bessere Option sein:
[ Der Pflegebedürftige muss rund um die Uhr betreut werden
[ Er kann wesentliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel Essen, nicht mehr alleine bewältigen und ist inkontinent
[ Er ist nicht mehr in der Lage zu kommunizieren
[ Notwendige Anpassungen der Wohnsituation sind nicht umsetzbar
[ Leistungen des ambulanten Pflegedienstes reichen nicht aus
[ Angehörige können die Pflege nicht übernehmen aufgrund von Überlastung, familiärer oder beruflicher Rahmenbedingungen
[ Es gibt keine Ersatzpflegepersonen bei Krankheit oder Urlaub

Ob die Pflege zu Hause oder im Heim erfolgen soll, hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Ein offener Austausch im Rahmen eines Familienrats hilft dabei, die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Familie auszuloten.

Unser Newsletter soll Ihnen als Orientierungshilfe dienen, damit Sie die richtige Entscheidung treffen können. Bei weiteren Fragen oder für eine persönliche Beratung stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

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Pflegeleistungen im Überblick – mehr Geld in 2024


Seit Mai 2023 hat der Bundesrat das Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz verabschiedet. Somit wurden Finanzgrundlagen zum 01. Juli 2023 stabilisiert. Ab dem 01. Januar 2024 sind die ersten Entlastungen, sprich die Erhöhung von Pflegeleistungen diesbezüglich in Kraft getreten. Weitere dieser Vorkehrungen folgen im nächsten Jahr 2025, sowie im Jahr 2028. Wir haben im Folgenden alles Wichtige für Sie zusammengestellt.

Im Überblick finden Sie alle neuen Leistungen für Pflegepersonen und Betroffene:

Pflegegeld-Erhöhung

Seit dem 01. Januar 2024 wurde das Pflegegeld um 5% angehoben. Der erhöhte Leistungsbetrag wird nun automatisch an die Empfänger von Pflegegeld ausgezahlt. Die Auszahlung erfolgt gemäß des Pflegegrades, wobei die folgenden Beträge an Pflegebedürftige gezahlt werden:
[ Pflegegrad 1: Weiterhin kein Anspruch auf Pflegegeld
[ Pflegegrad 2: 332 Euro (anstatt bisher 316 Euro)
[ Pflegegrad 3: 573 Euro (anstatt bisher 545 Euro)
[ Pflegegrad 4: 765 Euro (anstatt bisher 728 Euro)
[ Pflegegrad 5: 947 Euro (anstatt bisher 901 Euro)

Höhere Pflegesachleistungen 

Ebenso kam es am 01. Januar zu einer Erhöhung der Pflegesachleistungen von 5%.
[ Pflegegrad 1: Weiterhin kein Anspruch auf Pflegesachleistungen
[ Pflegegrad 2: 761 Euro (anstatt bisher 724 Euro)
[ Pflegegrad 3: 1.432 Euro (anstatt bisher 1.363 Euro)
[ Pflegegrad 4: 1.778 Euro (anstatt bisher 1.693 Euro)
[ Pflegegrad 5: 2.200 Euro (anstatt bisher 2.095 Euro)

Höheres Budget in der Verhinderungspflege 

Seit dem 01. Januar 2024 gelten für junge pflegebedürftige Menschen mit den Pflegegraden 4 oder 5, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, neue Regelungen. Diese haben nun Anspruch auf eine maximale Verhinderungspflege von bis zu acht Wochen pro Jahr. Zusätzlich können sie sämtliche ungenutzte Beträge der Kurzzeitpflege bis zu 1.774 Euro für die Verhinderungspflege verwenden, was in Summe einen Höchstbetrag von 3.386 Euro pro Jahr ergibt. Die zuvor geltende Vorpflegezeit von sechs Monaten entfällt.

Jährliches Pflegeunterstützungsgeld

Bisher hatten berufstätige Personen, die sich in einer akuten, nicht planbaren Situation um einen Angehörigen kümmern mussten, die Möglichkeit, sich bis zu zehn Tage unbezahlt von der Arbeit freistellen zu lassen. Es bestand die Option, Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse zu erhalten - jedoch konnte diese Leistung bisher nur einmal pro pflegebedürftiger Person genutzt werden.

Seit dem 01. Januar 2024 wird der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld jährlich erneuert. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer:innen nun jedes Jahr die Möglichkeit haben, sich bei Notfällen im Bereich der häuslichen Pflege erneut für bis zu zehn Tage freistellen zu lassen. Weiterhin können Sie bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen ein Pflegeunterstützungsgeld beantragen.

Leistungszuschlag – Vollstationäre Pflege

Seit dem 01. Januar 2024 erhalten Pflegebedürftige ab dem Pflegegrad 2, höhere Zuschläge für ihren Eigenanteil in vollstationären Pflegeeinrichtungen.

Die Zuschläge variieren je nach der Länge des Aufenthalts:
[ Bis 12 Monate: 15 Prozent (anstatt bisher 5 Prozent)
[ Bis 24 Monate: 30 Prozent (anstatt bisher 25 Prozent)
[ Bis 36 Monate: 50 Prozent (anstatt bisher 45 Prozent)
[ Über 36 Monate: 75 Prozent (anstatt bisher 70 Prozent)

Die Pflegeeinrichtung und die Pflegekasse regeln die Abrechnung direkt, wodurch sich pflegebedürftige Personen nicht selbst darum kümmern müssen.

SIE HABEN FRAGEN ODER INDIVIDUELLEN UNTERSTÜTZUNGSBEDARF?


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Plötzlich Pflegefall – die ersten Schritte


Wird ein Familienmitglied pflegebedürftig, müssen Sie schnell und richtig handeln. Dazu brauchen Sie schnell einen guten Überblick und müssen zügig wichtige Entscheidungen fällen. Wir geben Ihnen die Orientierung für die ersten wichtigen Schritte.

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber

Informieren Sie möglichst vor Arbeitsbeginn Ihren Arbeitgeber bzw. Ihre Führungskraft, dass Sie wegen einer akuten Notfallsituation nicht am Arbeitsplatz erscheinen. Das Pflegezeitgesetz ermöglicht die Freistellung von bis zu zehn Tagen.
 
Lassen Sie sich beraten

Verschaffen Sie sich einen Überblick durch unsere kostenlose Beratung: Egal, ob es sich um einen Notfall handelt, einen absehbaren Pflegefall oder Fragen zur Pflege.
 
Führen Sie ein Gespräch mit Ihren Angehörigen

Setzen Sie sich mit Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen und Ihrer Familie zusammen und besprechen Sie die Pflegesituation. Beachten Sie die finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten und klären Sie auch die rechtliche Vertretung durch Vorsorgevollmachten.

Beantragen Sie die Pflegeeinstufung

Da Sie rückwirkend ab dem Tag des Beantragens finanzielle Mittel beziehen, beantragen Sie zeitnah eine Einstufung bei der Pflegekasse Ihres Angehörigen. Es genügt ein formloses Schreiben oder ein Anruf.

Erkundigen Sie sich nach Unterstützungsangeboten

Sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft oder der Personalabteilung über Hilfen, wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder andere Formen der Unterstützung.

SIE HABEN FRAGEN ODER INDIVIDUELLEN UNTERSTÜTZUNGSBEDARF?


Unsere Pflegeberatung berät Sie zu allen rechtlichen und finanziellen Fragen rund um die Pflege und begleitet Sie Schritt für Schritt bei allen Formalitäten sowie bei der Organisation der Pflege. Gerne können Sie ein kostenloses unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren!
 

Formular

E-Mail pflege@benefitatwork.de   I   Telefonische Beratung 0331 231 879 40
Im Auftrag Ihres Arbeitgebers sind wir für Sie da - kostenfrei und absolut vertraulich.

So unterstützen wir Sie

[ Wir beraten Sie ausführlich zu allen Fragen rund um die Pflege Ihres Angehörigen
[ Wir erarbeiten für Sie und Ihren Angehörigen individuelle Pflegelösungen
[ Wir beraten Sie zu finanziellen und rechtlichen Aspekten, wie z.B. Einstufungsverfahren, Leistungen der Pflegekasse, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung und Elternunterhalt
[ Wir unterstützen Sie bei der Planung, Kalkulation und Umsetzung von Pflege- und Betreuungslösungen
[ Wir unterstützen Sie bundesweit bei der Suche und Auswahl von Pflegedienstleistern, Heimen, Betreuungspersonen und Hilfsdiensten
[ Wir helfen Ihnen bei der Auswahl und Beantragung von Hilfsmitteln sowie bei der Anpassung des Wohnumfeldes
[ Wir beraten Sie zum Umgang mit pflegebedürftigen, eventuell dementen Angehörigen sowie zu Entlastungsmöglichkeiten bei Überforderung in der Pflege
[ Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat bei allen Fragen zur Seite