Unterstützung in besonderen Lebenslagen

Alles für ein Leben im Gleichgewicht

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Reden, was uns verbindet – Bedürfnisse in Paarbeziehungen verstehen

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Serendipity – Wenn das Glück zufällig anklopft   

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Weltkrebstag am 4. Februar 2025 – Krebs verstehen und vorbeugen

Krebs gehört zu den schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Zeit, die Millionen Menschen weltweit betrifft. Doch was genau geschieht im Körper, wenn Krebs entsteht, und wie können wir effektiv vorbeugen? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Krebs und gibt wertvolle Einblicke in Präventionsmaßnahmen, die jeder ergreifen kann, um sein persönliches Risiko zu senken.
 

Die Entstehung von Krebs und die Risiken, die wir beeinflussen können

Krebs beginnt auf zellulärer Ebene: Unsere Zellen teilen sich regelmäßig, erneuern sich und reparieren Schäden. Dabei spielen körpereigene Reparaturmechanismen eine entscheidende Rolle. Diese Mechanismen können jedoch ausbleiben oder überlastet sein – beispielsweise durch den natürlichen Alterungsprozess, genetische Mutationen oder dauerhafte Belastungen wie Rauchen, Alkohol, UV-Strahlung oder Schadstoffe. Werden geschädigte Zellen nicht rechtzeitig repariert, können sie sich unkontrolliert vermehren und Krebs verursachen.

Interessant ist auch die Wahrnehmung von Krebs: Wir assoziieren ihn oft mit dunklen Farben oder Flecken. Das liegt daran, dass Tumorzellen häufig pigmentierte Substanzen enthalten oder durch Entzündungen in umliegendem Gewebe Farbveränderungen hervorrufen. Insbesondere bei Hautkrebs wird dies deutlich, da sich Melanozyten – die Pigmentzellen der Haut – unkontrolliert teilen.

Ein weiterer entscheidender Faktor für das Krebsrisiko sind Rauchen und Alkohol. Tabakkonsum schädigt die Zellen direkt durch krebserregende Stoffe wie Teer und Benzol. Diese Substanzen greifen die DNA an und lösen Mutationen aus. Alkohol wirkt ebenfalls toxisch: Im Körper wird Alkohol zu Acetaldehyd abgebaut, einer Substanz, die zellschädigend wirkt und die DNA-Reparatur hemmen kann. Die Kombination von Rauchen und Alkohol verstärkt das Risiko zusätzlich, da die Schadstoffe sich gegenseitig potenzieren.

Sonnenschutz spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in der Krebsprävention. UV-Strahlung dringt in die Haut ein und verursacht DNA-Schäden, die bei häufiger und intensiver Belastung nicht mehr repariert werden können. Dies führt zu Mutationen, die Hautkrebs auslösen können. Insbesondere Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko. Der bewusste Umgang mit Sonnenexposition und die Nutzung von Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme und geeigneter Kleidung sind daher essenziell.


So können Sie aktiv vorbeugen

Ein gesunder Lebensstil ist die Grundlage jeder Krebsprävention. Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen, stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette tragen dazu bei, schädliche Prozesse zu verhindern. Gleichzeitig sollten verarbeitete Lebensmittel, rotes Fleisch und Zucker in Maßen konsumiert werden, da sie entzündungsfördernd wirken und das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen können. Bewegung ist ein weiterer wichtiger Faktor: Regelmäßige körperliche Aktivität hilft, Übergewicht zu vermeiden und Stoffwechselprozesse zu regulieren, die das Krebsrisiko beeinflussen.

Auch Vorsorgeuntersuchungen sind ein essenzieller Teil der Prävention. Für Frauen umfasst dies regelmäßige gynäkologische Checks, Mammografien und HPV-Impfungen. Männer sollten Prostata- und Darmuntersuchungen wahrnehmen. Viele dieser Maßnahmen werden von den Krankenkassen übernommen, und oft ist nur eine geringe Eigenbeteiligung erforderlich. Vorsorge bedeutet, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und die Heilungschancen erheblich zu steigern.
 

Ein lebenslanger Prozess der Achtsamkeit

Krebsprävention ist keine einmalige Entscheidung, sondern eine dauerhafte Aufgabe. Unser Leben ist kostbar, und wie wir damit umgehen, liegt in unseren Händen. Wer sich frühzeitig mit Prävention beschäftigt und seinen Lebensstil anpasst, hat die Möglichkeit, langfristig von einem gesunden Leben zu profitieren.

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ – Arthur Schopenhauer

Dieser Gedanke erinnert uns daran, dass unsere Gesundheit die Grundlage für ein erfülltes Leben ist. Beginnen Sie heute, achtsam mit Ihrem Körper umzugehen – für sich selbst und für die Menschen, die Ihnen wichtig sind.

Sie haben Fragen oder individuellen Unterstützungsbedarf?

Unsere Lebensberatung steht Ihnen jederzeit für weitere Informationen oder individuellen Unterstützungsbedarf zur Verfügung. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches, persönliches Beratungsgespräch unter:

E-Mail lebensberatung@benefitatwork.de | 24/7 Lebensberatung 0331 231 879 33 | Telefonische Beratung 0331 231 879 40

Am 20. März feiern wir den Weltglückstag – ein Anlass, um darüber nachzudenken, was Glück eigentlich bedeutet. Doch nicht alles Glück ist reiner Zufall. Serendipity, ein Begriff aus dem Englischen, beschreibt das glückliche Finden von etwas Wertvollem, nach dem man gar nicht gesucht hat. Die Wortherkunft geht auf eine alte persische Erzählung über die „Drei Prinzen von Serendip“ zurück, die durch Zufälle und kluge Beobachtungen wertvolle Entdeckungen machten.

Doch wie kann man Serendipity bewusst fördern? Und was macht diese Art des Glücks so besonders? Lassen Sie sich inspirieren, wie kleine unerwartete Entdeckungen Ihren Alltag bereichern können.
 

Serendipity vs. Glück – Wo liegt der Unterschied?

Glück wird oft als etwas beschrieben, das uns widerfährt – ein Lottogewinn, eine Gehaltserhöhung oder perfektes Wetter am Hochzeitstag. Doch es gibt eine besondere Form des Glücks, die sich von reinem Zufall unterscheidet: Serendipity.

Der Begriff beschreibt das Phänomen, etwas Wertvolles oder Nützliches zu entdecken, ohne gezielt danach gesucht zu haben. Es ist die unerwartete Begegnung mit einem alten Freund in einer fremden Stadt, das Finden eines Buches, das genau zur aktuellen Lebenssituation passt, oder die spontane Idee, die ein Problem löst, an dem man schon lange festhängt.
 

Wie entsteht Serendipity?

Serendipity geschieht oft, wenn man neugierig und offen für neue Erfahrungen ist. Während Glück meist passiv erscheint, setzt Serendipity eine gewisse Haltung voraus:

  • Offenheit für Neues – Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt oft Unerwartetes.
  • Mut zur Spontanität – Manchmal entstehen die besten Erlebnisse durch ungeplante Entscheidungen.
  • Verbindungen knüpfen – Zufällige Begegnungen können zu wertvollen Chancen führen.
  • Unerwartete Entdeckungen schätzen – Der Klettverschluss wurde inspiriert, als ein Ingenieur nach einem Waldspaziergang feststellte, dass sich Kletten hartnäckig an seiner Kleidung festhakten. Manchmal entstehen die besten Ideen durch genaues Beobachten im Alltag.
  • Sagen Sie öfter „Ja“ – Ob eine Einladung oder eine neue Aufgabe, unerwartete Möglichkeiten entstehen, wenn Sie offen bleiben.
  • Verlassen Sie Ihre Komfortzone – Ein anderes Hobby, ein neues Reiseziel oder ein Gespräch mit Unbekannten können überraschende Türen öffnen.
     

Alltagssituationen, in denen Serendipity wirkt

Vielleicht haben Sie selbst schon erlebt, dass ein ungeplanter Umweg Sie in ein charmantes Café geführt hat, das Sie sonst nie entdeckt hätten. Oder dass ein Gespräch mit einem Fremden zu einer wertvollen Erkenntnis wurde. Solche Momente passieren häufiger, wenn man bereit ist, sich auf das Unerwartete einzulassen.
 

Fazit: Lassen Sie das Unerwartete zu!

Serendipity ist die Kunst, glückliche Zufälle zu erkennen und zu nutzen. Während Glück meist einfach passiert, können Sie Serendipity aktiv in Ihr Leben lassen. Der Tag des Glücks ist eine wunderbare Gelegenheit, mit einer offenen Einstellung durchs Leben zu gehen – denn wer weiß, welche glücklichen Überraschungen auf Sie warten. Vielleicht ist das Lesen dieses Artikels bereits Ihr erster glücklicher Zufall heute … oder Ihre nächste inspirierende Erfahrung wartet in unserer geführten Meditation auf Sie. 

Sie haben Fragen oder individuellen Unterstützungsbedarf?

Unsere Lebensberatung steht Ihnen jederzeit für weitere Informationen oder individuellen Unterstützungsbedarf zur Verfügung. Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches, persönliches Beratungsgespräch unter:

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Viele Paare sprechen täglich miteinander – über Termine, Organisation, Alltag. Und doch entsteht oft das Gefühl, aneinander vorbeizureden. Konflikte entstehen selten, weil Menschen nicht genug reden, sondern weil das, was wirklich wichtig ist, unausgesprochen bleibt: Bedürfnisse nach Nähe, Anerkennung, Sicherheit oder Entlastung. Gelungene Kommunikation bedeutet deshalb nicht, Streit zu vermeiden, sondern Bedürfnisse wahrzunehmen, auszudrücken und beim Gegenüber richtig ankommen zu lassen.
 

Bedürfnisse als Kern von Beziehung
 

Bedürfnisse sind universell. Jede Partnerschaft ist geprägt von dem Wunsch nach Verbundenheit, Wertschätzung und Verständnis. Schwieriger wird es, wenn Bedürfnisse nicht klar benannt werden. Stattdessen äußern sie sich oft indirekt – als Kritik, Rückzug oder Ärger. Der eigentliche Wunsch dahinter bleibt verborgen. Wer lernt, Bedürfnisse von Vorwürfen zu trennen, schafft die Basis für ehrliche und verbindende Gespräche.
 

Warum Gespräche trotz guter Absicht scheitern
 

Viele Missverständnisse entstehen nicht durch das Gesagte, sondern durch das Gehörte. Ein Satz kann ganz unterschiedlich verstanden werden – abhängig davon, worauf der andere gerade sensibel reagiert. Genau hier hilft das Vier-Seiten- bzw. Vier-Ohren-Modell von Friedemann Schulz von Thun. Es zeigt, dass jede Nachricht gleichzeitig auf vier Ebenen gesendet und empfangen wird. Die vier Ebenen einer Nachricht sind:

  • Sachebene: Was wird sachlich mitgeteilt? Welche Information enthält der Satz?
  • Selbstoffenbarung: Was sagt der Sprecher über sich selbst, seine Gefühle oder Bedürfnisse aus?
  • Beziehungsebene: Was sagt die Aussage über die Beziehung aus? Wie fühlt sich der andere angesprochen oder bewertet?
  • Appell: Was soll der andere tun, denken oder verändern?

In Paarbeziehungen wird besonders häufig mit dem Beziehungs- oder Appellohr gehört – selbst dann, wenn eigentlich nur eine sachliche Beobachtung oder ein unausgesprochenes Bedürfnis gemeint war. Genau hier entstehen Missverständnisse, Verletzungen und Konflikte. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich ein und derselbe Satz verstanden werden kann – und welches Bedürfnis jeweils dahintersteckt.
 

Das Vier-Ohren-Modell in der Paarpraxis
 

Beispiel 1: „Du bist heute spät nach Hause gekommen.“

  • Sachebene: Du bist später gekommen als geplant.
  • Selbstoffenbarung: Ich habe mich allein gefühlt.
  • Beziehungsebene: Ich fühle mich nicht wichtig.
  • Appell: Sei nächstes Mal früher daheim oder sag Bescheid.

Wird der Satz vor allem mit dem Beziehungsohr gehört, fühlt er sich schnell wie ein Vorwurf an – obwohl dahinter vielleicht nur ein Bedürfnis nach Nähe steckt.

Beispiel 2: „Der Haushalt bleibt gerade komplett an mir hängen.“

  • Sachebene: Ich erledige aktuell den Großteil der Aufgaben.
  • Selbstoffenbarung: Ich bin müde und überfordert.
  • Beziehungsebene: Ich fühle mich alleingelassen.
  • Appell: Unterstütz mich mehr im Alltag.

Hier liegt das Bedürfnis nach Entlastung und Fairness. Wird nur der Appell gehört, entsteht Abwehr statt Verständnis.

Beispiel 3: „Du bist in letzter Zeit oft am Handy.“

  • Sachebene: Du nutzt dein Handy häufig.
  • Selbstoffenbarung: Ich vermisse unsere gemeinsame Zeit.
  • Beziehungsebene: Ich fühle mich nicht gesehen.
  • Appell: Schenk mir mehr Aufmerksamkeit.

Auch hier entscheidet das „Ohr“, ob ein Gespräch verbindet oder eskaliert.
 

Was Paare daraus lernen können
 

Das Modell macht deutlich: Es geht nicht darum, immer perfekt zu formulieren. Entscheidend ist, neugierig zu bleiben. Nachzufragen statt zu interpretieren. Zum Beispiel: „Was meinst du gerade genau?“ oder „Was brauchst du in dieser Situation?“ So werden Gespräche offener, Bedürfnisse sichtbar und Missverständnisse früh geklärt.

Hilfreich ist außerdem:

  • Ich-Botschaften statt Verallgemeinerungen
  • konkrete Situationen statt pauschaler Kritik
  • ein ruhiger Moment statt Diskussionen im Stress
     

Unterstützung nutzen, bevor Distanz entsteht
 

Manche Gespräche bleiben dennoch schwierig – besonders, wenn Themen lange unausgesprochen waren oder sich Muster verfestigt haben. Unterstützung kann helfen, eigene Bedürfnisse zu sortieren und neue Kommunikationswege zu finden. benefit at work bietet einen vertraulichen Beratungsrahmen für Einzelpersonen und Paare, um Beziehungsthemen, Kommunikationsmuster und persönliche Erwartungen zu reflektieren. Oft reicht schon ein neutraler Blick von außen, um wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.
 

Beziehung als gemeinsamer Lernprozess
 

Gelungene Kommunikation ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Bedürfnisse verändern sich, Lebensphasen wechseln, Erwartungen verschieben sich. Paare, die bereit sind zuzuhören, nachzufragen und sich mitzuteilen, stärken ihre Verbindung im Alltag. Nicht jedes Gespräch muss perfekt sein, aber jedes ehrliche Gespräch kann Nähe schaffen und Beziehung lebendig halten.

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Wenn Krebs das eigene Umfeld betrifft – Orientierung und Halt für Angehörige und Kolleg:innen

Eine Krebsdiagnose verändert vieles – nicht nur für die erkrankte Person selbst, sondern auch für das familiäre, soziale und berufliche Umfeld. Angehörige, Freund:innen und Kolleg:innen stehen oft vor der Frage, wie sie unterstützen können, ohne zu überfordern, und wie sie mit eigenen Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten umgehen sollen. Der Weltkrebstag am 4. Februar erinnert daran, dass Krebs immer auch ein psychosoziales Thema ist.
 

Wenn Krebs das eigene Umfeld betrifft
 

Eine Krebserkrankung betrifft selten nur die erkrankte Person selbst. Sie wirkt in das gesamte Umfeld hinein – in Partnerschaften, Freundschaften, Familien und auch in den Arbeitsalltag. Menschen, die nahestehen, erleben häufig eine Mischung aus Sorge, Hilflosigkeit, Mitgefühl und Unsicherheit. Viele fragen sich, wie sie reagieren sollen, was angemessen ist und wie viel Nähe oder Distanz gerade gut tut.

Diese Unsicherheit ist normal. Krebs bringt Themen wie Verletzlichkeit, Endlichkeit und Kontrollverlust in den Alltag – Themen, für die es oft keine passenden Worte gibt. Wichtig ist zu wissen: Es gibt kein richtiges oder falsches Verhalten. Jeder Mensch geht anders mit der Situation um, sowohl die erkrankte Person als auch ihr Umfeld. Orientierung entsteht nicht durch perfekte Reaktionen, sondern durch Achtsamkeit, Offenheit und Respekt vor individuellen Bedürfnissen. Im weiteren Verlauf dieses Artikels finden sich konkrete Impulse, wie ein achtsamer Umgang im Arbeitsumfeld gelingen kann und wie Menschen mit eigenen Gefühlen und Grenzen besser umgehen können.
 

Krebs im Arbeitsumfeld – Orientierung für Teams und Führungskräfte
 

Wenn Krebs Kolleg:innen oder Mitarbeitende betrifft, entstehen am Arbeitsplatz häufig besondere Herausforderungen. Teams möchten unterstützen, wissen aber nicht, wie viel Nähe angebracht ist. Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, zwischen Fürsorge, Organisation und betrieblichen Anforderungen zu vermitteln. Gleichzeitig besteht oft die Angst, etwas Falsches zu sagen oder Grenzen zu überschreiten.

Hilfreich ist ein Umgang, der Rücksichtnahme und Normalität miteinander verbindet. Offene Kommunikation – im Rahmen dessen, was die betroffene Person teilen möchte – schafft Klarheit. Kleine Gesten der Anteilnahme, Flexibilität bei Arbeitszeiten oder Verständnis für Leistungsschwankungen können entlasten. Gleichzeitig darf Arbeit, wenn gewünscht, auch Stabilität und Struktur bieten.

Mögliche Unterstützungsangebote im Arbeitsumfeld können sein:

  • flexible Arbeitszeitmodelle oder temporäre Anpassungen der Aufgaben
  • klare Absprachen im Team, um Unsicherheiten zu reduzieren
  • Gesprächsangebote für Betroffene, Kolleg:innen und Führungskräfte
  • psychosoziale Beratung zur emotionalen Entlastung
  • Informations- und Vortragsangebote zur Sensibilisierung

Ein unterstützendes Arbeitsumfeld entsteht nicht durch perfekte Lösungen, sondern durch Haltung: Zuhören, ernst nehmen und gemeinsam nach tragfähigen Wegen suchen.
 

Unterstützung zeigen – ohne Druck und ohne Erwartungen
 

Viele Menschen möchten im Umgang mit einer Krebserkrankung „alles richtig machen“. Sie fragen sich, wie sie unterstützen können, welche Worte passen und ob ihr Verhalten hilfreich ist. Diese Unsicherheit ist verständlich. Gleichzeitig entsteht daraus oft ein innerer Druck, aktiv helfen oder trösten zu müssen – auch dann, wenn man selbst noch geschockt, emotional überfordert oder sprachlos ist.

Wichtig ist: Unterstützung muss nicht sofort erfolgen und sie muss nicht perfekt sein. Es braucht keine großen Gesten oder wohlformulierten Sätze. Oft reicht es, ehrlich zu bleiben und die eigene Unsicherheit zu benennen. Aussagen wie „Ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll, aber ich denke an dich“ oder „Ich bin da, wenn du mich brauchst“ können entlastender sein als gut gemeinte Ratschläge oder Durchhalteparolen.

Genauso legitim ist es, zunächst Abstand zu halten oder keine Hilfe anzubieten. Besonders dann, wenn man merkt, dass die erkrankte Person Ruhe braucht – oder wenn man selbst spürt, dass die eigene emotionale Belastung gerade zu groß ist. Sich selbst nicht zu überfordern ist kein Zeichen von Gleichgültigkeit, sondern ein wichtiger Teil eines achtsamen Umgangs mit der Situation.

Manche Menschen möchten unterstützen, weil sie das Gefühl haben, etwas tun zu müssen. Auch das ist nachvollziehbar. Entscheidend ist, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und gleichzeitig offen zu bleiben für das Tempo der erkrankten Person. Hilfe kann angeboten werden, ohne sich aufzudrängen – und sie darf auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Hilfreich ist es, Erwartungen loszulassen: Man muss nicht trösten, nicht motivieren und keine Lösungen anbieten. Zuhören, Mitgefühl zeigen oder einfach präsent sein – auch in kleinen, stillen Momenten – kann bereits viel bewirken.
 

Unterstützung annehmen – niemand muss allein durch diese Zeit
 

Psychosoziale Unterstützung kann helfen, Gedanken zu sortieren, Gefühle einzuordnen und neue Perspektiven zu gewinnen – für Betroffene ebenso wie für Angehörige oder Kolleg:innen. benefit at work bietet hierfür vertrauliche psychosoziale Beratung sowie ein Sprechstundenangebot, das Raum für persönliche Fragen und Entlastung schafft. Ergänzend stehen im Vortragsprogramm thematische Angebote zur Verfügung. Im Februar anlässlich des Weltkrebstags und auch im März mit dem Schwerpunkt Darmgesundheit werden dort weitere Inhalte rund um das Thema Krebs bereitgestellt. Diese Angebote können Orientierung geben, Wissen vermitteln und dabei unterstützen, mit der Situation besser umzugehen.
 

Ein Zeichen der Verbundenheit
 

Der Weltkrebstag erinnert daran, wie wichtig Mitgefühl, Offenheit und gegenseitige Unterstützung sind. Krebs lässt sich nicht wegreden – aber ein achtsamer Umgang miteinander kann Halt geben. Zuhören, Verständnis zeigen und Hilfe annehmen sind Schritte, die niemand allein gehen muss.

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Vom Vorsatz zur Gewohnheit: Ziele setzen, umsetzen und dranbleiben

Der Jahreswechsel hat für viele Menschen eine besondere Bedeutung. Psychologisch markiert er einen klaren Schnitt: Ein Kapitel endet, ein neues beginnt. Dieser Moment lädt dazu ein, innezuhalten, das vergangene Jahr zu reflektieren und den Blick nach vorne zu richten. Aus genau diesem Grund setzen sich viele Menschen zum Jahresbeginn neue Ziele. Ziele zu formulieren gibt Orientierung, stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und vermittelt das Gefühl, das eigene Leben aktiv gestalten zu können, statt nur auf äußere Umstände zu reagieren.

Gleichzeitig zeigt die Erfahrung vieler Menschen, dass gute Vorsätze im Alltag schnell an Bedeutung verlieren. Nicht, weil die Ziele falsch sind, sondern weil oft unklar bleibt, wie sie konkret umgesetzt werden können. Genau hier setzt dieser Artikel an. Er zeigt, wie Ziele realistisch formuliert, alltagstauglich umgesetzt und langfristig beibehalten werden können – mit klaren Strukturen, psychologischen Erkenntnissen und der SMART-Methode als hilfreichem Werkzeug.
 

Ziele klar formulieren mit der SMART-Methode
 

Damit aus guten Vorsätzen konkrete und umsetzbare Ziele werden, hilft die SMART-Methode. Sie unterstützt dabei, Ziele klar, realistisch und alltagstauglich zu formulieren. Anhand der folgenden drei Beispiele sehen Sie, wie ein Ziel Schritt für Schritt nach den SMART-Kriterien aufgebaut werden kann.

Bespiel 1: Gesündere Ernährung

Spezifisch: Ich möchte mich ausgewogener ernähren.
Messbar: Ich koche an vier Tagen pro Woche frisch.
Attraktiv: Ich möchte mich energiegeladener fühlen und meinem Körper etwas Gutes tun.
Realistisch: Vier Kochabende lassen sich gut in meinen Alltag integrieren.
Terminiert: Ich setze mir dieses Ziel für die nächsten drei Monate.

  • SMART formuliert:
    „Ich koche ab Februar an vier Tagen pro Woche frisch, um mich langfristig energiegeladener zu fühlen.“

Bespiel 2: Mehr Bewegung im Alltag

Spezifisch: Ich möchte mich regelmäßig bewegen.
Messbar: Ich gehe drei Mal pro Woche jeweils 30 Minuten spazieren oder joggen.
Attraktiv: Bewegung hilft mir, Stress abzubauen und mich fitter zu fühlen.
Realistisch: Drei Einheiten pro Woche sind gut umsetzbar.
Terminiert: Ich starte ab sofort und überprüfe mein Ziel nach acht Wochen.

  • SMART formuliert:
    „Ich bewege mich ab sofort drei Mal pro Woche jeweils 30 Minuten, um meine Fitness zu steigern und Stress abzubauen.“

Bespiel 3: Weniger Handyzeit und besserer Schlaf

Spezifisch: Ich möchte meine Handyzeit am Abend reduzieren.
Messbar: Ich lege mein Handy ab 21 Uhr beiseite.
Attraktiv: Ich möchte besser schlafen und entspannter einschlafen.
Realistisch: Eine feste Uhrzeit lässt sich gut einhalten.
Terminiert: Ich teste diese Routine für vier Wochen.

  • SMART formuliert:
    „Ich lege mein Handy ab 21 Uhr weg, um meine Schlafqualität in den nächsten vier Wochen zu verbessern.“

So wird deutlich: Ein SMART formuliertes Ziel ist nicht kompliziert, sondern klar, persönlich sinnvoll und realistisch. Es schafft Orientierung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich dranzubleiben.
 

Von der Planung zur Umsetzung
 

Große Ziele wirken schnell überwältigend. Deshalb hilft es, sie in kleine Etappen zu unterteilen. Jede Etappe bringt ein Erfolgserlebnis und stärkt die Motivation. Schreiben Sie Ihre Ziele auf, visualisieren Sie sie oder nutzen Sie Erinnerungen im Alltag – etwa einen Wochenplan, einen Handy-Reminder oder ein Notizbuch. Studien zeigen: Wer innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden startet, nutzt vorhandene Motivation besonders effektiv.
 

Dranbleiben: Wie neue Gewohnheiten entstehen
 

Gewohnheiten entstehen nicht über Nacht. Forschungsergebnisse zeigen, dass es im Durchschnitt etwa 6 bis 10 Wochen dauern kann, bis neue Routinen stabil werden – abhängig von Mensch und Verhalten. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern Regelmäßigkeit.

Hilfreich dabei:

  • klein anfangen und realistisch bleiben
  • neue Gewohnheiten an bestehende Routinen koppeln
  • Fortschritte sichtbar machen
  • Rückschläge als Teil des Prozesses akzeptieren

Motivationslöcher sind normal. Wichtig ist, danach wieder einzusteigen – ohne Selbstvorwürfe.
 

Erfolge wahrnehmen und bewusst reflektieren
 

Wer nur auf das Endziel schaut, übersieht oft die eigenen Fortschritte. Ein monatliches Recap kann helfen: Was ist gut gelaufen? Was hat sich verändert? Worauf bin ich stolz? Das bewusste Wahrnehmen von Erfolgen stärkt Selbstvertrauen, Motivation und Selbstwert. Ziele dürfen sich im Laufe der Zeit auch verändern – entscheidend ist, sich selbst Aufmerksamkeit und Anerkennung zu schenken.
 

Ziele als Wegbegleiter verstehen
 

Jahresziele sind kein starres Pflichtprogramm, sondern eine Unterstützung für persönliche Entwicklung. Klar formuliert, alltagstauglich umgesetzt und mit Geduld begleitet, können sie echte Veränderungen ermöglichen. Entscheidend ist dabei nicht Perfektion, sondern Regelmäßigkeit, Selbstreflexion und ein wohlwollender Blick auf die eigenen Fortschritte.

Unterstützend kann es sein, Ziele nicht allein zu verfolgen, sondern sie in feste Strukturen einzubetten. Im Vortragsprogramm von benefit at work steht Ihnen ein regelmäßiges Übungsprogramm zur Verfügung, das Ihnen dabei helfen kann, dranzubleiben und sich selbst bewusst Zeit für Veränderung zu nehmen. Gemeinsame Impulse und wiederkehrende Übungen erleichtern die Umsetzung im Alltag und stärken die Motivation, Schritt für Schritt am eigenen Ziel zu bleiben.

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Von Boomer bis Gen Z: Generationenvielfalt am Arbeitsplatz

Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt von einer großen Generationenvielfalt. Diese reicht von den Babyboomern über die Generation X und Y bis zur Generation Z, die aktuell in den Arbeitsmarkt eintritt. Dabei treffen unterschiedliche Meinungen, Ansichten und Bedürfnisse aufeinander. In diesem Artikel liegt der Fokus darauf, die unterschiedlichen Generationen näher zu beleuchten, wie durch die Generationenvielfalt neue Chancen entstehen und welche Rolle Führungskräfte dabei spielen.
 

Werte, Haltung und Bedürfnisse der Generationen
 

Für die Bommer ist die Arbeit ein zentraler Lebensbereich, der ihre Identität prägt. Des Weiteren sind sie ihrem Arbeitgeber gegenüber sehr loyal. Zentrale Aspekte für die Boomer-Generation sind Pflichtbewusstsein, Leistungsorientierung, Verlässlichkeit, klare Strukturen, Verantwortlichkeit und Hierarchien.

Die Generation X verspürt währenddessen ein starkes Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Für sie spielen Themen wie eine faire Vergütung, Transparenz und Kompetenzorientierung sowie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlichen Interessen eine große Rolle.

Die Generation Y hat den zentralen Punkt im Auge, dass die Arbeit zum Leben passen soll, und sie sucht nach der Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit. Wichtig sind ihnen eine Feedbackkultur sowie flache Hierarchien, flexible Arbeitsmodelle und mobiles Arbeiten. Zu dieser Generation zählen auch viele Highperformer, die häufig bereits in jungen Jahren ein Burnout erleiden.

Die Generation Z legt einen Wert auf Stabilität und mentale Gesundheit. Sie trennen ihr berufliches und ihr privates Leben sehr klar voneinander und gehen gut mit dem Thema Diversität um. Für sie spielen feste Strukturen, eindeutige Regeln, eine faire Bezahlung sowie die Möglichkeit sich zu entwickeln und zu lernen, eine große Rolle.
 

Ein Raum für neue Chancen
 

Auch wenn die verschiedenen Generationen nicht unterschiedlicher sein könnten, bietet sich aufgrund der Generationenvielfalt eine große Chance. Neue Ideen und frische Perspektiven können mit altem Wissen kombiniert werden, um Innovationen zu schaffen. Wichtig dabei ist, dass Unternehmen bewusst Raum schaffen, in dem sich die Mitarbeitenden unterschiedlicher Generationen kennenlernen, austauschen und voneinander lernen können. Unterschiedliche Generationen können ihre jeweiligen Stärken bewusst einbringen und voneinander lernen. Während ältere Generationen langjährige Erfahrung, fundiertes Fachwissen, Verlässlichkeit und eine strukturierte Arbeitsweise mitbringen, zeichnen sich jüngere Generationen durch digitale Kompetenzen, eine hohe Lernbereitschaft und den sicheren Umgang mit neuen Tools aus. Durch die Kombination dieser Stärken entstehen unterschiedliche Perspektiven, die zu besseren Entscheidungen beitragen. Gleichzeitig können neue Arbeitsmodelle, zukunftsorientierte Strategien sowie moderne Lern- und Entwicklungskulturen entwickelt werden. 
 

Führung, die Generationen verbindet
 

Dabei spielen Führungskräfte eine zentrale Rolle. Sie gestalten den Rahmen, in dem Vielfalt als Stärke erlebt wird. Transparente Kommunikation, generationsübergreifende Teams, klare Erwartungen und eine offene Fehlerkultur sind entscheidend, um Vertrauen zu fördern. Ebenso wichtig ist es, individuelle Bedürfnisse ernst zu nehmen. Nicht alle Personen einer Generation sind gleich. Daher ist es umso wichtiger, auf diese Vielfalt einzugehen.
 

Unterschiedliche Prägung, gemeinsame Zukunft
 

Unternehmen bleiben auch in der Zukunft erfolgreich, wenn sie Generationenvielfalt als Potenzial und Ressource erkennen und nicht als Problem. Wenn es ihnen gelingt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen und die verschiedenen Ansichten zu verbinden, stärkt dies nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Leistung und Gesundheit jedes Einzelnen. Generationenvielfalt bedeutet nicht, sich anzugleichen, sondern gemeinsam zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln und die Zusammenarbeit zu stärken.

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Zeit für Dich – Meditationsübungen mit Carla 

Mikropause für dein Nervensystem – eine achtsame Mini-Auszeit mit aktiver Übung

Nimm Dir eine Auszeit für innere Ruhe: In unserer Meditationsübung erwartet Dich eine wohltuende Reise durch das Nervensystem mit unserer zertifizierten Yoga- und Entspannungstrainerin Carla.